Mittwoch, 21. Januar 2009

My heart is gonna burst because it's so full of rainbows!

Ok. Tun wir einfach mal so als ob nicht bereits schon 50% dieses Blogs aus Daily Show/Colbert Report Video-Ausschnitten bestünden.

Stephen Colbert, Ex-Korrespondent in Jon Stewarts Daily Show und seit einigen Jahren Unterhalter in seiner eigenen Late-Night-Politsatireshow THE COLBERT REPORT, ist
eigentlich am besten in extremen emotionalen Situationen. Nicht umsonst betonte er in einer seiner ersten Sendungen, in Anspielung an die mit geringem Intellekt und hoher Kapazität an Wut agierenden fundamentalistischen amerikanischen Mediendemagogen wie Rush Limbaugh, dass seine Gedanken aus seinem Magen ("straight from the gut") kommen. Wut, Jubel, Traurigkeit, Verzweiflung. Eigentlich ist Colbert so eine Art Tinkerbell und kennt nur emotionale Extrema. Ich glaube wenn einem die Umstände des amerikanischen Fernsehens nicht sonderlich bekannt sind, ist es eher schwierig die Figur, die Stephen Colbert und seine Autoren, kriert haben, zu verstehen. Vielleicht kann einem dabei dieses Interview helfen

Was er gestern abgezogen hat war auf alle Fälle ganz nach meinem Geschmack.






Reverend Joseph Lowery

Ich kann einfach nicht glauben, dass ich den besten Teil der Vereidigung verpasst habe. Danke für deine erleuchtende Email, Marion!



Beziehungsweise habe ich an der falschen Stelle wieder die deutsche Übersetzung angestellt. (Danke für den Zweikanalton, ZDF) Großer Fehler. Ich dachte mir gleich, dass was nicht stimmte als der Simultanübersetzer unten stehenden genialen herrlichen Schlusssatz mit "und dass rot, gelb, braun, schwarz und weiß friedlich nebeneinander leben können" (ehrlich gesagt kann ich mich nicht mehr an den genauen Wortlaut erinnern aber es war auf alle Fälle so was in der Art.) übersetzte.


Lord, in the memory of all the saints who from their labors rest, and in the joy of a new beginning, we ask you to help us work for that day when black will not be asked to get in back, when brown can stick around, when yellow will be mellow, when the red man can get ahead, man; and when white will embrace what is right. That all those who do justice and love mercy say Amen. Say Amen.



A-fucking-men!




Bei GAWKER haben sie übrigens die ultimativen Top Ten der Vereidigungszeremonie zusammen gestellt. Von Dick Lebowski bis Bush Sr.'s lustiger Kopfbedeckung ist alles dabei. Wenn man sich also heute Nachmittag nicht die schwachsinnigen Kommentare von Tom Buhrow und seinem weiblichen Sidekick persönlich angetan hat fasst das perfekt die wichtigsten Szenen zusammen. Auch die Kommentare haben den gawker-üblichen Humor-Qualitätsstandard: "I ws hoping the cannon salute would be aimed at Bush's helicopter - and hilarity would ensue." ROFL.






[Reverend Joseph Lowery]

Charlyne Yi

Liebe Maria.

1. Ich glaube ich habe mich gerade verliebt.
2. In Charlyne Yi.
3. Ich denke ich habe die Inspiration für unsere musikalische Zukunft gefunden.







Türkheim.





4. Irgendwann müssen wir alle lernen, dass wir älter aber nicht so cool sind wie Charlyne Yi.


Charlyne Yi war in KNOCKED UP (Ich glaube der Film hieß hier BEIM ERSTEN MAL und ihn haben nicht so viele Leute gesehen.). Auf dem Sundance-Filmfestival (Liebe Frankfurter U-Bahnleinwandnachrichtenschreiber, das Sundance-Filmfestival findet nicht in San Francisco statt.) läuft gerade ihr neuer Film PAPER HEART. Drew McWeeny hat auf seiner neuen Online-Residenz ein Interview mit ihr veröffentlicht. Er verweist auf die Kritik von Devin Faraci. Diesem Ratschlag sollte man unbedingt folgen. Oder Schreckliches wird passieren. Mwwwuuuuhahahahhah. Ne, echt jetzt. Devins Kritiken sind meistens ziemlich genial.

Dienstag, 20. Januar 2009

It will make sweet sweet love to the English language

Ich dachte mir, wenn das Fernsehlexikon nur noch Dschungelcampanalysen und Daily Show-Videos postet, dann kann ich das auch.




Und es war... gut.

What you did for love


It's been a magical 8 years and I'll never forget what you did. What you did... for love.






Gut, dass es hier mal nicht um Bushs Versprecher, Stolperer und sonstige peinliche Tänzchen geht (nicht, dass ich die nicht lustig und bemerkenswert finde) sondern jemand mal an die gedacht hat, die Mittäter waren.

Einer davon:

Dick Cheney

Montag, 12. Januar 2009

Globes

Golden Globes. Jetzt gleich. Für die Uneingeweihten: Das Ganze ist eigentlich so ähnlich wie "Ich bin ein Star holt mich hier raus." mit Alkohol. Und echten Stars. Und ohne Dschungel. Naja. So ähnlich ist es auch nicht.
Eine ganze Menge Schauspieler, Produzenten und Regisseure sitzen in einem Raum und saufen sich für lau die Hucke voll. Außerdem überreichen sie sich gegenseitig einige Preise. Ich glaube nicht, dass ich heute lange durchhalten werde. Jedenfalls nicht bis zu Martin Scorseses Laudatio für Steven Spielberg, den Cecil B. Demille-Preisträger des letzten Jahres, dem der Preis trotz der Veröffentlichung von Indy IV nicht aberkannt wurde und der ihn jetzt (wegen dem Autorenstreik 2008) ein Jahr später bekommen wird.
Das Wichtigste an einer Golden Globe Session ist, dass man stets bedenkt wie peinlich und lächerlich die Veranstaltung und wie betrunken das Publikum mitunter werden kann. Das bedeutet man verschafft sich entweder selbst einen gewissen Pegel oder/und die richtige Gesellschaft um das Gesehene verarbeiten zu können:

Die Leute von Chud fabrizieren wie jedes Jahr einen höchstwahrscheinlich sehr sehr unterhaltsamen Livekommentar (dieses Mal sogar akustisch). Der Message Board Thread ist auch empfehlenswert.
Wieso sind bei defamer die Lichter aus? [edit: Wohl doch nicht.]


BRUUUUUCE! Hat hierfür gewonnen und eine schöne Dankes"rede" gehalten.
Oh nein das ist bis jetzt richtig cool heute. Und ich glaube die meisten im Saal haben schon ordentlich vorgeglüht. Vielleicht guck ich doch alles.

[einige Minuten später]

Nur noch eins: Die nominierten (männl.) Hauptdarsteller (Michael C. Hall, Jon Hamm, Hugh Laurie, Gabriel Byrne, der von The Tudors) in der TV-Drama-Kategorie sind alle so unglaublich gut....und das sind noch nicht einmal alle genialen Hauptdarsteller, die zur Zeit im Fernsehen zu sehen sind.

[einige weiter Minuten später]

Das Lehrreiche an den Globes ist zu sehen wie gut auch die Fernsehfilme dort drüben zu sein scheinen. Ich möchte diesen Film mit Susan Sarandon und Ralph Fiennes sehen.

[weitere Minuten später]

Oh Shit. Was ich mit lächerlich meinte war beispielsweise die Tatsache, dass die Jonas Brothers die Bühne betreten und den Preis für den besten Animationsfilm überreichen. WTF? Diese Frage steht auch den im Raum Anwesenden ins Gesicht geschrieben.

[einige Zeit später]

Das trifft es (aus Nicks Livekommentar:)
Why am I here? Why am I doing this? Where did my life go wrong?


[Sekunden später]

So. Jetzt sind wir am Heath Ledger-Punkt des Abends angekommen. Da triffts sich gut, dass die meisten Leute im Saal Schauspieler sind. Alle gucken ganz betroffen. Die Musik beim Abgang von Chris Nolan hätte vielleicht ein bisschen weniger upbeat sein können.

[später.]

Oh. Hahaha. Gut, die Namen Tracy Morgan und Tracy Jordan sind sich schon ähnlich. Aber ich wusste nicht, dass Morgan sich bei 30 Rock tatsächlich selbst spielt. Guter Auftritt. Lol



[einige hunderte Sekunden später]

Spielburger, The Beard, The Berg, The Spiel ist einfach en toller Typ. Und auch, wie sich bei Veranstaltungen dieser Art immer wieder zeigt, ohne Kamera einfach ein verdammt guter Erzähler. Auch die Tatsache, dass er im letzten Jahr meinen großen Filmhelden den interdimensionalen Klo herunter gespült hat ändert nichts daran, dass er für viele Menschen, mich eingeschlossen, die erste Inspiration war, was das Filmemachen betrifft.




[beinahe am Ende des Abends]

Mickey Rourke.

Dienstag, 6. Januar 2009

Gilmore Girls Ante Portas

In der Six Feet Under Folge AN OPEN BOOK unternimmt Ruth Fisher mit ihrer Tochter Claire einen als Bondingtrip intendierten Ausflug zu ihrer Cousine und deren Tochter, die eine von diesen unmöglichen beste-Freundinnen Mutter-Tochter-Beziehungen führen.

Vor kurzem wurde mir bewusst, wo die Idee für diese Sequenz herstammt.