Donnerstag, 26. Januar 2012
Dienstag, 24. Januar 2012
"Moonrise Kingdom" & "The Squid and The Whale"/ "Der Tintenfisch und der Wal"
Eine noch geilere Version von "The Swimming Song" gibt es im Film "The Squid And The Whale" auf die Ohren.
Bis der nächste Film von Wes Anderson "Moonrise Kingdom" im Kino zu sehen sein wird, müssen wir uns ja leider noch ein paar Monate gedulden. (Der imdb nach zu urteilen, gibt es für Deutschland noch keinen Starttermin. Da der Film Mitte Mai allerdings in Frankreich heraus kommen soll, liegt eine zeitnahe deutsche Veröffentlichung nahe.) Mindestens erschien vor ein paar Tagen schonmal ein Trailer, dessen Schauspielerkollissionen (Frances McDormand, Bruce Willis², Bill Murray, Jason Schwartzman, Harvey Keitel + Edward Norton. Zu allem Überfluss dachte ich zu Beginn noch, Charlyne Yi würde auch mitspielen) mich zutiefst erfreuten.
Um die Wartezeit auf den nächsten Wes Anderson-Film zu verkürzen ist es natürlich erst einmal empfehlenswert, sich alle seine bisherigen Filme anzuschauen.
Angefangen bei dem, für mich immer noch nicht ganz zugänglichen³ real-absurden-post-Heist-Film "Bottle Rocket", über die Coming-Of-Age/High School-Komödie-trifft-auf-Harold & Maude/Jason-Schwartzman-Fetisch-Produktion "Rushmore", das zwei-Stunden-Musikvideo-mit-überzeugender-Story "The Royal Tenenbaums", den vielleicht schönen aber mich persönlich überraschenderweise langweilenden "The Life Aquatic", die nette Indienreise in Form von "Darjeeling Limited" und zuletzt der am straffsten durcherzählte Film Andersons, eine fabelhafte, astreine Action-Familien-Komödie und einer meiner Lieblingsfilme der letzten Jahre: "The Fantastic Mr. Fox".
Also wenn man sich all diese Filme angeschaut hat und eine innere Leere verspürt, lohnt es, sich dem Werk eines Regisseurs/Autors zu widmen, der meinem Verständnis nach sowas wie Wes Andersons BFFs (im Klartext: Baumbach ist bei einigen Filmen Andersons Produzenten- so wie Schreibpartner) ist: Noah Baumbach.
Baumbachs jüngster Film "Greenberg" wurde durch die Beteiligung von Ben Stiller ein bisschen mehr Aufmerksamkeit zuteil als einige seiner restlichen Filme. Falls ihr "Greenberg" allerdings noch nicht gesehen und nichts gegen gut erzähltes Kino, das sich gerne mit Verlierertypen befasst, einzuwenden habt, lässt sich der Film auf jeden Fall uneingeschränkt empfehlen.
(Dieser Post hat sich insofern bereits dadurch gelohnt, als dass ich gerade selbst nochmal auf Baumbachs Debütfilm "Kicking & Screaming" gestoßen bin, den ich immer noch nicht gesehen habe. Kommt sofort auf meine "zu sehen"-Liste.)
Ich glaube eine Charakteristik, die die Filme von Baumbach und Anderson verbindet, ist die Annäherung an scheiternde Figuren, für die man immer ein gewisses Maß an Sympathie empfinden kann. Und wenn es nicht Sympathie ist, dann zumindest ein Gefühl von Überlegenheit. Und manchmal sogar Bewunderung. Beziehungsweise holt Anderson gerne mal oberflächlich gesehen und aufgrund ihrer gesellschaftlichen Position potentiell bewundernswerte Figuren durch die Offenlegung ihrer Macken und Spleens von ihren Sockeln.
Jeff Daniels' Figur in Baumbachs Film "The Squid And The Whale" (DIY-Trailer, oben) scheitert vor allem an sich selbst. Und an seiner Ehe. Der Film erzählt einfühlsam, lustig und aufrichtig davon, wie die beiden Söhne (einer davon ist Jesse Eisenberg, Mark Zuckerberg in "The Social Network") des New Yorker Intellektuellenpärchens mit der Trennung ihrer Eltern leben.
Viele Autoren/Produzenten versuchen krampfhaft ihre Filme mit schrägen (auch gerne als "quirky" bezeichneten) Charakteren zu bevölkern. Was zum Problem wird, wenn das die einzige Eigenschaft einer Figur sein soll. Unsicherheiten und Scheitern sind bei Baumbach (und Anderson) allerdings oft nur besonders bedeutungsvolle Aspekte weitaus vielfältigerer Charakterisierungen. "The Squid and the Whale" ist nicht unterhaltsam, weil die Figuren alle "so schön schräg" sind. Sondern, weil wir in ihre breit gefächerten Seelen schauen dürfen und bei dieser Gelegenheit einen Blick auf die dunklen, dämlichen und amüsanten Facetten ihrer Existenz erhaschen können. Baumbachs Film ist lebensnah aber fernab der Klischees, unterhaltsam und kurzweilig.
(Außerdem: William Baldwin als Tennistrainer!)
Man kann "Der Tintenfisch und der Wal" über amazon beziehen. Der Soundtrack ist übrigens auch ein lohnenswerter Erwerb. Unter anderem findet sich dort, wie ich vor ein paar Tagen festgestellt habe, mein momentaner Jam: "The Swimming Song" von Loudon Wainwright III (Rufus Wainwrights Vater).
²Mit sowohl "Moonrise Kingdom" als auch "Looper", dem neuen vielversprechenden Zeitreise-Film von Rian Johnson (Brick, Brothers Bloom) sieht 2012 für Fans von Bruce -sind wir das nicht alle?- überraschend rosig aus.
³Bisher langweilt mich Bottle Rocket so sehr, dass ich auch beim zweiten Versuch, den Film immer noch nicht zuende geschaut habe.
Dienstag, 10. Januar 2012
Hier Neil Gaimans ziemlich perfekter Neujahrswunsch (gefunden auf seinem Blog):
>>I hope that in this year to come, you make mistakes.
Because if you are making mistakes, then you are making new things, trying new things, learning, living, pushing yourself, changing yourself, changing your world. You're doing things you've never done before, and more importantly, you're Doing Something.
So that's my wish for you, and all of us, and my wish for myself. Make New Mistakes. Make glorious, amazing mistakes. Make mistakes nobody's ever made before. Don't freeze, don't stop, don't worry that it isn't good enough, or it isn't perfect, whatever it is: art, or love, or work or family or life.
Whatever it is you're scared of doing, Do it.
Make your mistakes, next year and forever.<< (Neil Gaiman)
Dienstag, 27. Dezember 2011
Donnerstag, 22. Dezember 2011
Ich bin der Mensch, in der Mitte der Welt.
Hinter mir Myriaden von Einzellern,
vor mir Myriaden von Sternen.
Ich liege zwischen ihnen
in meiner ganzen Größe.
Zwei Ufer, die ein Meer verbindet,
eine Brücke, die zwei Welten vereint.
Und, lieber Gott, ein Schmetterling,
wie ein Fetzen goldener Seide,
lacht über mich wie ein Kind.
Arseny Tarkovsky
Freitag, 2. Dezember 2011
Freitag, 11. November 2011
Frank O'Hara - Steps
How funny you are today New York like Ginger Rogers in Swingtime and St. Bridget's steeple leaning a little to the left here I have just jumped out of a bed full of V-days (I got tired of D-days) and blue you there still accepts me foolish and free all I want is a room up there and you in it and even the traffic halt so thick is a way for people to rub up against each other and when their surgical appliances lock they stay together for the rest of the day (what a day) I go by to check a slide and I say that painting's not so blue where's Lana Turner she's out eating and Garbo's backstage at the Met everyone's taking their coat off so they can show a rib-cage to the rib-watchers and the park's full of dancers with their tights and shoes in little bags who are often mistaken for worker-outers at the West Side Y why not the Pittsburgh Pirates shout because they won and in a sense we're all winning we're alive the apartment was vacated by a gay couple who moved to the country for fun they moved a day too soon even the stabbings are helping the population explosion though in the wrong country and all those liars have left the UN the Seagram Building's no longer rivalled in interest not that we need liquor (we just like it) and the little box is out on the sidewalk next to the delicatessen so the old man can sit on it and drink beer and get knocked off it by his wife later in the day while the sun is still shining oh god it's wonderful to get out of bed and drink too much coffee and smoke too many cigarettes and love you so much
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