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Dienstag, 7. August 2012

Dominic West + Game Of Thrones ...not going to happen


:(

Jimmy McNulty wurde, wie Maureen Ryan in einem Interview mit Dominic West herausfand, eine Rolle in "Game Of Thrones" angeboten. Da West jedoch nicht allzu lange von seiner Familie getrennt leben möchte (der Dreh erforderte angeblich einen sechs-monatigen Island-Aufenthalt) und er sich unter Umständen auch einfach nicht der Großartigkeit von "Game Of Thrones" bewusst war, lehnte er die Rolle ab. Fazit: Wäre einfach sehr sehr schön gewesen West mal wieder in was richtig richtig Gutem zu sehen aber wer kann ihm mit diesem Grund schon böse sein.

Neben Aidan Gillen, der mit seiner Performance von Tommy Carcetti in "The Wire" vielleicht an der Erschaffung der interessantesten und pointiertesten Politikerfigur der Seriengeschichte beteiligt war und nun in "Game of Thrones" den politischen Strippenzieher und Bordellbesitzer Petyr "Littlefinger" Baelish spielt, wäre West der zweite "The Wire"-Alumna in dem tausendköpfigen Cast gewesen.

In Großbritannien wird Dominic West demnächst in der zweiten Staffel von "The Hour" zu sehen sein. (West spielt eine Art frühen Anchorman, der zum Leidwesen seines Kollegen (Ben Wishaw) nicht aufgrund seiner journalistischen Fähigkeiten sondern seiner charismatischen Bildschirmpräsenz die neue Nachrichtensendung des Senders moderieren darf.)  Die BBC-TWO-Serie ist einerseits eine Art Verschwörungsthriller, in dem Verflechtungen zwischen Politik, Medien und Gesellschaft seriell und mäßig spannend aufbereitet werden. Andererseits geht es um die Ausbildung des englischen Nachrichtenfernsehens in den 50er Jahren.

Hier mal ein kleiner Blick darauf, wie schön das britische öffentlich rechtliche Fernsehen fiktionale Eigenproduktionen anpreist. Neben der zweiten Staffel von "The Hour" auch zu sehen ist "Parade's End". Ich sag nur: Benedict Cumberbatch! Und als ob das nicht schon Grund genug wäre sich darauf zu freuen* handelt es sich auch noch um die Verfilmung einer Vorlage von Tom Stoppard...





*Irgendwie konnte ich bisher nicht herausfinden, wo und wann "Parade's End" im deutschen Fernsehen zu sehen sein wird. Die Beteiligung der BBC klingt tendenziell nach einer möglichen Ausstrahlung im Ersten, aber da es sich um eine Koproduktion mit HBO handelt und diese einen Erstausstrahlungsdeal mit Sky haben bin ich bezüglich der Ausstrahlung ziemlich verwirrt und habe keinen blassen Schimmer. Leider ist mir das mit der deutschen Ausstrahlung auch ziemlich egal, wenn ich an die uns bevorstehende Synchro denke, die Cumberbatchs sexy tiefes Timbre schwup-diwup über den Haufen wirft. 



Dienstag, 25. August 2009

The Smoker

Eines der Dinge, die ich am allerliebsten mag ist es mich anhand aberwitziger popkultureller Verknüpfungen von ABC (denkt, was ihr wollt aber ich meine den Fernsehsender) bis zu David Schickler und Tom Stoppard zu hangeln*.
Das Ganze fängt so an: Ich liebe Robert Sean Leonard in Dr. House. (Der amerikanischen Fassung. Wer noch nie Wilson (und Gott bewahre, Hugh Laurie!) im Original erlebt hat, der verpasst eine der herrlichsten Schauspielerpaarungen im Fernsehen überhaupt. Es gibt ungefähr 50 gespeicherte Entwürfe für lobpreisende Artikel über House und House und Wilson in meinem Blogger-Account (Irgendwann kam beim Schreiben immer der Punkt, an dem ich anfing nach überzeugenden Ausschnitten auf youtube zu suchen und spätestens dann war der Zug der Produktivität abgefahren. Außerdem fällt es mir generell schwer über Dinge zu schreiben, die mir zu sehr gefallen. ) )

Ich mag Robert Sean Leonard auch in anderen Rollen und ich höre mir auch liebend gerne die abgedrehten Dinge an, die er so in Interviews verzapft. Sagen wir mal so: Stünde Leonard vor mir und würde irgendetwas erzählen, fiel ich wahrscheinlich in einen orgasmischen Lach- und Grinstaumel.

Leonard, den die meisten wohl aus dem Club Der Toten Dichter kennen, in dem er die tragische Figur des Neil Perry spielte, hat in den 90ern und frühen 00ern ( nicht nur in einigen schlechten Filmen mitgewirkt sondern auch) sehr viel Theater gespielt. Unter anderem in Stücken von Tom Stoppard. Sehr vielversprechende Stücke, von denen ich mir Arcadia gestern auf meine Amazon-Wunschliste gesetzt habe.
Nun ja. Und -neben vielen anderen Büchern- hat er auch diese Kurzgeschichte von David Schickler, ich will nicht sagen vorgelesen, sondern vielmehr rezitiert oder auf Leonardsche überschwingliche Weise mit all diesen lustigen kleinen Betonungen erzählt. (Obwohl es manchmal kurz auf sehr unterhaltsame Weise so scheint als höre auch er die Geschichte zum ersten Mal.) Mit seinen typischen pathetischen Schlänkern um Wörter, die er für wichtig erachtet. Und dieser herrlichen Art die lustigsten Pointen so unauffällig und trocken wie möglich zu platzieren und scheinbar unbeachtet im Raum stehen zu lassen. Die Geschichte, in der es um eine skurrile aber irgendwie auch seltsam schöne Lehrer-Schülerin Beziehung geht ist unterhaltsam, sehr witzig und ...ja...ich würde mal sagen echt gut.

Lasst euch en Bad ein und lauscht:





*In meiner Unterhaltungshistorie gibt es allerdings noch eine viel frühere und kürzere Verbindung, die zu Tom Stoppard führte. Einer der ersten drei Filme, für die ich absolut Feuer und Flamme war und eine halsbrecherische herzzerreißende Obsession entwickelte war Indiana Jones und der letzte Kreuzzug. Tom Stoppard war tatsächlich einer der Drehbuchautoren. Bzw. war er durch einige Rewrites an dem Buch beteiligt. Er entwickelte angeblich die Figur des Panama Hut tragenden Nemesis' und verpasste den Dialogen den Feinschliff. (Andere Zeiten...)