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Donnerstag, 11. Oktober 2012

Six Degrees Of Great TV: THE LARRY SANDERS SHOW








Bis vor kurzem war mir nicht klar, wie unfassbar bedeutsam THE LARRY SANDERS SHOW mit Garry Shandling, Rip Torn und Jeffrey Tambor war und immernoch ist. Ich glaube zum ersten Mal wurde ich überhaupt erst durch ein Interview mit Jeffrey Tambor auf die Serie aufmerksam. Nicht nur ARRESTED DEVELOPMENT, eine meiner allerliebsten 20-Minuten Single-Camera Sitcoms ist ein direkter Nachkomme der LARRY SANDERS SHOW. Auch eine weitere richtungsweisende und zunächst scham- und rechtslos nach Deutschland kopierte Serie dieses Jahrhunderts wurde maßgebend von dieser im letzten Jahrtausend (genauer gesagt den 1990ern) auf HBO laufenden Serie beeinflusst: Ricky Gervais' und Stephen Merchants THE OFFICE. Und noch eine weitere Verknüpfung in die amerikanische Fernseh- und Filmgeschichte wurde mir gerade bewusst: Judd Apatow, der in den vergangenen Jahren eine neue Komödienwelle (40-Jahre alte Jungfrau, Beim ersten Mal, Superbad) initiierte, für eine der besten High-School-Shows aller Zeiten FREAKS AND GEEKS verantwortlich  ist und Lena Dunhams Seriendebut GIRLS ermöglichte, schrieb in den 90ern für Garry Shandling beziehungsweise THE LARRY SANDERS SHOW. It's the ciiircle of artistic lii-hi-hife. Ich kann kaum erwarten dieses Set zu erstehen und meinen Kopf mit guten Geschichten und relevantem Humor zu füllen.

Freitag, 29. Juni 2012

Sehr Jon Brion-mäßig. Wunderbarer Text. Wieder aus "GIRLS". Perfekt zu den Bewegbildern einer bahnschlafenden, in Coney Island strandenden Hannah Horvath komponiert, gedichtet und vorgetragen von Michael Penn*. Aber dieses Lied wäre auch ohne diesen Bezug einfach nur grandios und so so schön.






Bombs bursting in air
Hazy from rocket's red glare
All on your own, on your way anywhere
Love, just in case you've not heard
It's been run ragged
A ghost of a word
But hope kind of stuck
And with any luck
Maybe next summer
Maybe by fall
Well, if not then
I am sure you'll recall
That our gloomy December
Will brighten my May
And you're on your way






*Bruder von Sean. Gatte von Aimee Mann.

Montag, 11. Juni 2012

GIRLS - Always making the 'Same Mistakes'

Die Lieder in den Credits von "GIRLS" bilden eigentlich immer perfekt ausgewählte atmosphärische Schlussnoten. Von allen bisherigen Songs ist mir allerdings "Same Mistakes" von "The Echo Friendly" am intensivsten im Ohr geblieben. Zum einen ist der Song einfach großartig, mitreißend, tanzbar und bezaubernd. Zum anderen sind Text und Titel einfach die perfekte Beschreibung eines erzählerischen Kerns der Serie: Menschen Anfang zwanzig, die ständig die gleichen Fehler machen beziehungsweise, was noch typischer ist, sich dieses Problems bewusst sind und es selbst regelmäßig thematisieren ohne aber etwas zu ändern. Diese Eigenschaft macht die Hauptfiguren, allen voran Hannah (Lena Dunham), zu Antiheldinnen, die in ihren Verhaltensweisen einerseits abschrecken aber irgendwie auch diese merkwürdige Autounfalldynamik (nach dem Motto, WTF?!, ich kann nicht glauben, dass sie das tut, was verdammt nochmal macht sie als Nächstes?) entwickeln. Und letztlich ist es einfach beruhigend Menschen bei ihrem idiotischen Verhalten zuzusehen, vorrausgesetzt es ist, so wie hier, unterhaltsam erzählt. Im Gegensatz zu unserem eigenen idiotischen Verhalten, das meistens die nötige unterhaltsame Dramturgie vermissen lässt, die dem Ganzen auch noch sowas wie eine tiefere Bedeutung verleiht.