Die Montagen in diesem Jahr wurden offensichtlich von 13-jährigen Jungs zusammen geschnitten. In diesem Sinne: Gute Nacht.
(Ich bin kurz eingenickt und hatte diesen unfassbar realistischen Traum, in dem Christopher Guest, Fred Willard, Bob Balaban & Co einen Skit über Testscreenings machen. WOHOOO!!)
Montag, 27. Februar 2012
Freitag, 24. Februar 2012
Ich war im Begriff das Finale von "The Voice" zu gucken als "Say A Little Prayer" von Männern in Cowboyhüten mit Mundharmonikazwischenspiel gecovert wurde. Scheiße, dachte ich mir. (Meine musikalische Toleranzgrenze war schon am Tag zuvor angegriffen worden als Thomas Gottschalk so tat als würde er Nina Hagen mit einer Gitarre begleiten und am Ende des Liedvortrags, während dessen ich mir noch dachte, wie geil das sei, dass Nina Hagen im öffentlich rechtlichen Vorabend live ein Lied sang, seine Drohgebärden war machte und anfing mitzusingen.)
Auf jeden Fall verpasste ich so das mitreißene Duett von Florence (die ich im ersten Moment für eine post-Diät-Version von Antony Hegarty hielt) & The Machine und der Voice-Gewinnerin Ivy Quainoo.
Überproduzierte Castingshows sind einfach nicht mein Fall. Und dass durch den betonten "die Jury entscheidet ohne die Kandidaten zu sehen"-Aspekt der ersten Episoden in typisch pseudo-orgineller-Formatierungsmanier das Aussehen der Kandidaten eigentlich nochmal viel deutlicher in den Mittelpunkt gestellt wird hat mir die Sendung auch nicht sympathischer gemacht.
Lange Zeit war ich, was die Castingshows der letzten Wochen anging, auf der Seite des schwächelnden Oldtimers "Unser Star Für Baku". Weil ich es immer wieder verblüffend fand welche bestärkenden und positiven Kommentare Thomas D. so in den Raum warf. Und Alina Süggelers sexy Eloquenz hat mich wirklich schwach gemacht. Letztlich kam in der Sendung meinem Empfinden nach immer Seele und Herz durch, die einem eingekauften Überformat wie "The Voice" einfach leicht abgehen.
Nun ja. Schlussendlich waren die Kandidaten bei "Unser Star für Baku" wirklich ziemlich schwach. Und auch wenn Stefan Raabs Produktion für mich persönlich sympathischer und echter war, gewinnt Ivy Quainoo als sympathische vielversprechende Sängerin irgendwie beide Shows. (Wobei Roman Lob von der Baku-Fraktion auch nicht verkehrt ist.)
Montag, 20. Februar 2012
Donnerstag, 2. Februar 2012
While My Conscience Explodes
Im September 2010 fuhr ich mit einer Freundin ein paar Wochen lang die amerikanische Westküste herunter. Am ersten Tag unserer Reise trafen wir in Seattle auf Shannon Jae, die uns ihre letzte CD schenkte und für uns "Visions Of Johanna" troubadourte. Ich hoffe wir haben ihr anständig Dollars in den Kasten geschmissen. Denn sie spielte und sang sich in unsere Herzen und Gedanken. Wenn ich heute manchmal ihre Musik auflege schwingt die Weite der Landschaft und Erfahrungen, die wir tagtäglich an uns vorbei und in uns hinein ziehen ließen, mit.
Dieser Seite nach zu urteilen reist Shannon mit einem Mann gleichen Nachnamens Musik spielend durch das Land. Nicht um "entdeckt" zu werden, vermute ich, sondern einfach um schöne Musik zu machen.
Donnerstag, 26. Januar 2012
Dienstag, 24. Januar 2012
"Moonrise Kingdom" & "The Squid and The Whale"/ "Der Tintenfisch und der Wal"
Eine noch geilere Version von "The Swimming Song" gibt es im Film "The Squid And The Whale" auf die Ohren.
Bis der nächste Film von Wes Anderson "Moonrise Kingdom" im Kino zu sehen sein wird, müssen wir uns ja leider noch ein paar Monate gedulden. (Der imdb nach zu urteilen, gibt es für Deutschland noch keinen Starttermin. Da der Film Mitte Mai allerdings in Frankreich heraus kommen soll, liegt eine zeitnahe deutsche Veröffentlichung nahe.) Mindestens erschien vor ein paar Tagen schonmal ein Trailer, dessen Schauspielerkollissionen (Frances McDormand, Bruce Willis², Bill Murray, Jason Schwartzman, Harvey Keitel + Edward Norton. Zu allem Überfluss dachte ich zu Beginn noch, Charlyne Yi würde auch mitspielen) mich zutiefst erfreuten.
Um die Wartezeit auf den nächsten Wes Anderson-Film zu verkürzen ist es natürlich erst einmal empfehlenswert, sich alle seine bisherigen Filme anzuschauen.
Angefangen bei dem, für mich immer noch nicht ganz zugänglichen³ real-absurden-post-Heist-Film "Bottle Rocket", über die Coming-Of-Age/High School-Komödie-trifft-auf-Harold & Maude/Jason-Schwartzman-Fetisch-Produktion "Rushmore", das zwei-Stunden-Musikvideo-mit-überzeugender-Story "The Royal Tenenbaums", den vielleicht schönen aber mich persönlich überraschenderweise langweilenden "The Life Aquatic", die nette Indienreise in Form von "Darjeeling Limited" und zuletzt der am straffsten durcherzählte Film Andersons, eine fabelhafte, astreine Action-Familien-Komödie und einer meiner Lieblingsfilme der letzten Jahre: "The Fantastic Mr. Fox".
Also wenn man sich all diese Filme angeschaut hat und eine innere Leere verspürt, lohnt es, sich dem Werk eines Regisseurs/Autors zu widmen, der meinem Verständnis nach sowas wie Wes Andersons BFFs (im Klartext: Baumbach ist bei einigen Filmen Andersons Produzenten- so wie Schreibpartner) ist: Noah Baumbach.
Baumbachs jüngster Film "Greenberg" wurde durch die Beteiligung von Ben Stiller ein bisschen mehr Aufmerksamkeit zuteil als einige seiner restlichen Filme. Falls ihr "Greenberg" allerdings noch nicht gesehen und nichts gegen gut erzähltes Kino, das sich gerne mit Verlierertypen befasst, einzuwenden habt, lässt sich der Film auf jeden Fall uneingeschränkt empfehlen.
(Dieser Post hat sich insofern bereits dadurch gelohnt, als dass ich gerade selbst nochmal auf Baumbachs Debütfilm "Kicking & Screaming" gestoßen bin, den ich immer noch nicht gesehen habe. Kommt sofort auf meine "zu sehen"-Liste.)
Ich glaube eine Charakteristik, die die Filme von Baumbach und Anderson verbindet, ist die Annäherung an scheiternde Figuren, für die man immer ein gewisses Maß an Sympathie empfinden kann. Und wenn es nicht Sympathie ist, dann zumindest ein Gefühl von Überlegenheit. Und manchmal sogar Bewunderung. Beziehungsweise holt Anderson gerne mal oberflächlich gesehen und aufgrund ihrer gesellschaftlichen Position potentiell bewundernswerte Figuren durch die Offenlegung ihrer Macken und Spleens von ihren Sockeln.
Jeff Daniels' Figur in Baumbachs Film "The Squid And The Whale" (DIY-Trailer, oben) scheitert vor allem an sich selbst. Und an seiner Ehe. Der Film erzählt einfühlsam, lustig und aufrichtig davon, wie die beiden Söhne (einer davon ist Jesse Eisenberg, Mark Zuckerberg in "The Social Network") des New Yorker Intellektuellenpärchens mit der Trennung ihrer Eltern leben.
Viele Autoren/Produzenten versuchen krampfhaft ihre Filme mit schrägen (auch gerne als "quirky" bezeichneten) Charakteren zu bevölkern. Was zum Problem wird, wenn das die einzige Eigenschaft einer Figur sein soll. Unsicherheiten und Scheitern sind bei Baumbach (und Anderson) allerdings oft nur besonders bedeutungsvolle Aspekte weitaus vielfältigerer Charakterisierungen. "The Squid and the Whale" ist nicht unterhaltsam, weil die Figuren alle "so schön schräg" sind. Sondern, weil wir in ihre breit gefächerten Seelen schauen dürfen und bei dieser Gelegenheit einen Blick auf die dunklen, dämlichen und amüsanten Facetten ihrer Existenz erhaschen können. Baumbachs Film ist lebensnah aber fernab der Klischees, unterhaltsam und kurzweilig.
(Außerdem: William Baldwin als Tennistrainer!)
Man kann "Der Tintenfisch und der Wal" über amazon beziehen. Der Soundtrack ist übrigens auch ein lohnenswerter Erwerb. Unter anderem findet sich dort, wie ich vor ein paar Tagen festgestellt habe, mein momentaner Jam: "The Swimming Song" von Loudon Wainwright III (Rufus Wainwrights Vater).
²Mit sowohl "Moonrise Kingdom" als auch "Looper", dem neuen vielversprechenden Zeitreise-Film von Rian Johnson (Brick, Brothers Bloom) sieht 2012 für Fans von Bruce -sind wir das nicht alle?- überraschend rosig aus.
³Bisher langweilt mich Bottle Rocket so sehr, dass ich auch beim zweiten Versuch, den Film immer noch nicht zuende geschaut habe.
Dienstag, 10. Januar 2012
Hier Neil Gaimans ziemlich perfekter Neujahrswunsch (gefunden auf seinem Blog):
>>I hope that in this year to come, you make mistakes.
Because if you are making mistakes, then you are making new things, trying new things, learning, living, pushing yourself, changing yourself, changing your world. You're doing things you've never done before, and more importantly, you're Doing Something.
So that's my wish for you, and all of us, and my wish for myself. Make New Mistakes. Make glorious, amazing mistakes. Make mistakes nobody's ever made before. Don't freeze, don't stop, don't worry that it isn't good enough, or it isn't perfect, whatever it is: art, or love, or work or family or life.
Whatever it is you're scared of doing, Do it.
Make your mistakes, next year and forever.<< (Neil Gaiman)
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