Freitag, 11. November 2011

Frank O'Hara - Steps

How funny you are today New York
like Ginger Rogers in Swingtime
and St. Bridget's steeple leaning a little to the left

here I have just jumped out of a bed full of V-days
(I got tired of D-days) and blue you there still
accepts me foolish and free
all I want is a room up there
and you in it
and even the traffic halt so thick is a way
for people to rub up against each other
and when their surgical appliances lock
they stay together
for the rest of the day (what a day)
I go by to check a slide and I say
that painting's not so blue

where's Lana Turner
she's out eating
and Garbo's backstage at the Met
everyone's taking their coat off
so they can show a rib-cage to the rib-watchers
and the park's full of dancers with their tights and shoes
in little bags
who are often mistaken for worker-outers at the West Side Y
why not
the Pittsburgh Pirates shout because they won
and in a sense we're all winning
we're alive

the apartment was vacated by a gay couple
who moved to the country for fun
they moved a day too soon
even the stabbings are helping the population explosion
though in the wrong country
and all those liars have left the UN
the Seagram Building's no longer rivalled in interest
not that we need liquor (we just like it)

and the little box is out on the sidewalk
next to the delicatessen
so the old man can sit on it and drink beer
and get knocked off it by his wife later in the day
while the sun is still shining

oh god it's wonderful
to get out of bed
and drink too much coffee
and smoke too many cigarettes
and love you so much

Meuf

Dieser Blog* versinkt nur so in einer seichten Brühe des Trivialen. Furchtbar. Alles was dagegen helfen kann ist ein kleiner Ausschnitt britischen Qualitätsfernsehens:





*Mein Blog ist männlich. Das hab ich so beschlossen und niemand wird mich von dieser Idee abbringen!

Donnerstag, 3. November 2011

Psychotic Prom-Queen Bitch



Ich liebe Filme über ganz furchtbare und irgendwie bemitleidenswerte Menschen. (Sind wir nicht alle irgendwie furchtbar und bemitleidenswert?)

In Love



Vor kurzem hat mich folgendes Radiofeature fast vom S-Bahn-Sitz rutschen lassen: 
http://hearingvoices.com/news/2010/10/hv101-john-ono-lennon/

Manche Namen hat man einfach schon so oft gehört und gelesen, dass man tatsächlich auf die Idee kommt etwas über besagte Person zu wissen. In diesem Beitrag über John Lennon fiel mir auf, dass ich keine Ahnung hatte, was er samt seiner Musik und seiner Ausstrahlung den Menschen bedeutete, die mit ihm groß wurden und in seinen Worten wahrscheinlich auch eigene Wünsche und Gedanken ausgedrückt sahen. Und ich konnte mir nicht wirklich vorstellen, was sein plötzlicher grausamer Tod in vielen Menschen damals auslöste. In diesem Feature kommen Menschen zu Wort, denen John Lennon und seine Musik viel bedeutete. Sie erzählen von den Situationen, in denen sie von seinem Tod erfuhren und wie sie und andere auf die schockierende Nachricht reagierten.

Der gesamte Beitrag schafft es John Lennon in gewisser Hinsicht Leben einzuhauchen, obwohl es eigentlich um seinen Tod geht.

Donnerstag, 27. Oktober 2011

Super

ist ziemlich super-crazy und gut. Nachdem ich den Film auf dem Fantasy Filmfest sah dachte ich mir nur, gut dass es Filmemacher wie James Gunn gibt, die Filme über die kranken, perversen und unschönen Teile unseres Menschseins machen, die nicht in jedem zweiten Tatort oder Film der deutschen Schule thematisiert werden. Was mich zugegebener Maßen etwas verwirrte war der überschwellige Jubel, mit dem die Leute im Kino jeden Schlag, den Rainn Wilsons vereinsamter und soziopathischer Charakter austeilt, feierten. 


Mittwoch, 26. Oktober 2011

sub text

Buffy: "I mean, people are perfectly happy getting along, and then vampires come, and they run around and they kill people, and they take over your whole house, they start making these stupid little mini pizzas, and everyone's like, 'I like your mini pizzas,' but I'm telling you, I am..."

 Giles:  "Uh, Buffy! I-I believe the... subtext here is, is, rapidly becoming, uh, text." 


"Ted", die elfte Episode der zweiten Staffel von Buffy The Vampire Slayer, gehört zu den Buffyfolgen, deren Inhalt klar macht, warum die Serie so ein phantastischer geiler Scheiß ist: Am Anfang weiß man selbst nicht so recht ob man Buffys Urteilsvermögen bezüglich Ted, master chef, salesman und Liebhaber ihrer Mutter, trauen kann. Ehe man sich versieht befindet man sich allerdings in einer Geschichte über häusliche Gewalt wieder. Die Szene, in der ein Polizist politisch korrekt aber letztlich doch ignorant und leicht feindselig Buffys Aussage entgegennimmt übertrifft in ihrer haarscharfen gesellschaftlichen Relevanz das, was die meisten Menschen von Genre-Serien erwarten und was in der durchschnittlichen Fernsehserie erzählt wird.

In den wenigsten Serien ließe man wohl eine jugendliche Protagonistin die Affäre ihrer Mutter töten. (Beziehungsweise den Zuschauer in dem Glauben, dass sie diesen getötet habe.) Aber genau dieser abgedrehte Fall tritt in "Buffy" ein. Nur eine der unzähligen mutigen Plot-Entwicklungen im Verlauf der über 7-Staffeln erzählten Serie.

Dass sich im 50er Jahre- Retro-Kellerverließ Teds, des mutmaßlich getöteten Geliebten von Buffys Mutter, ein Schrank mit seinen letzten vier Exfrauen befindet, neben einem kleinen Ted-Ersatzteillager, das darauf hinweist, dass sich Ted sozusagen selbst konstruiert hat ist dann lediglich das aberwitzig wunderbare Genretopping auf dem Subtextmuffin.


Bei der Gelegenheit ist es vielleicht ganz interessant auf Joss Whedons neuen Film hinzuweisen: http://muchadoaboutnothingmovie.com/